Rückblick

Noch während meines veganen Monats hat meine Berichterstattung zugegebenermaßen sehr abrupt aufgehört und nun sind schon fast 3 weitere Monate vergangen.
Ein Grund, wieso ich nicht mehr geschrieben habe: Es ist zwar eine interessante Erfahrung, einen Blog zu führen, aber ich  fand es auch anstrengend und war ehrlich gesagt etwas zu faul, um dranzubleiben. 😀
Ein weiterer Grund ist, dass der vegane Monat eher  ein „mehr oder weniger“ veganer Monat war und ich nicht so begeistert davon berichten konnte.
Trotzdem möchte ich abschließend meinen  1-5 Lesern erzählen, was mir dieser Monat gebracht hat. 🙂

Leider…

…ernähre ich mich nicht mehr vegan. Die Umstellung hat sich wirklich als schwierig erwiesen und ich habe gemerkt, dass man nicht so einfach von Heute auf Morgen vom Fleischesser zum Veganer wird. Ich glaube zumindest, dass sich die meisten Veganer Schritt für Schritt dem veganen Leben genähert haben.

Aber…

…ich habe viel gelernt und für meine Verhältnisse auch viel geändert. Ich ernähre mich jetzt vegetarisch, kann mich aber noch nicht zu 100% als Vegetarierin bezeichnen, da ich leider in naher Vergangenheit 1,2 Rückfälle hatte und mich deswegen lieber noch nicht begrifflich festsetzen will.

Was hat mir die Vegan Challenge nun gebracht? Was hat sich geändert?

  • Ich kaufe viel bewusster und gesünder ein, schaue mehr auf die Inhaltsstoffe
  • Ich kaufe seit der Vegan Challege keine Milch mehr. Zwar konnte ich bisher noch nicht völlig auf Milchprodukte (wie Käse) verzichten, aber als ehemaliger Kakao- und Kellogs-Fan ist das schon ein großer Schritt (da mir auch pflanzliche Milch nicht besonders geschmeckt hat und ich die auch nicht kaufe). Mein Verhältnis zur Milch ist irgendwie wie das Verhältnis von Fleischessern zum Schlachthof. Man ist das Endprodukt (–> z.B. Käse) , will aber nicht den natürlichen Zustand sehen (–> Milch, wenn auch im Supermarkt nicht wirklich natürlich).
  • Ich probiere Neues aus. Es gibt ja glücklicherweise immer mehr vegane Produkte. Zwar gibt es auch unnötige und teure Produkte, aber ich stehe immer wieder mal gerne vor dem veganen Supermarktregal und entscheide mich ab und zu für vegane Alternativen. Z.B. habe ich heute zum ersten Mal Gemüsechips gegessen ^^.
  • Ich glaube, dass ich Tiere mehr liebe als vorher. Zwar habe ich Haustiere und habe auch vorher behauptet, dass ich Tiere liebe, aber Kühle waren zum Beispiel nicht mit eingeschlossen, wenn auch unbewusst. Jetzt ist mir nicht mehr nur das Leben von Haustieren wichtig und ich interessiere mich allgemein mehr für das Seelenleben von Tieren (inklusive das der Kühe).
  • Ich interessiere mich mehr für Tierrechte und könnte mir vorstellen auch beruflich mit Tieren zu arbeiten.
  • Ich versuche, auch in anderen Lebensbereichen vegane Alternativen zu bevorzugen, wie beispielsweise bei der Schminke

Das ist momentan alles, was mir einfällt. Die vegane Zeit war wirklich sehr bereichernd! Auch wenn ich es nicht geschafft habe, auf vegan umzustellen, habe ich Dinge gelernt, die meine Wahrnehmung, meine Ansichten und mein Verhalten beeinflusst haben. 🙂

Zukunftswünsche:

Ich möchte mich mehr für Menschen- und Tierrechte engagieren. Allein Tierrechte wären für mich persönlich zu wenig, da leider auch viel für Menschenrechte getan werden muss. Deswegen will ich nicht nur Tieren den Vorzug geben und hoffe, dass ich mich für Tier- und Menschenrechte gleichermaßen engangieren kann.
Außerdem wäre es nett, ein paar Veganer kennenzulernen. In der Hinsicht war ich nicht besonders erfolgreich.
Und natürlich möchte ich mehr Kontakt zu Tieren haben. Eines meiner Ziele: Kühe streicheln! 😀

 

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Ein veganes Pasta-Rezept.

„EASY AS F@CK“ – Überzeugt von dieser Beschreibung habe ich es gewagt ein veganes Pasta-Rezept auszuprobieren. Da ich keine Kochkünstlerin bin, fiel meine Wahl auf ein einfaches und anschauliches Youtube-Rezept:

 

Zutaten:

  • Pasta
  • Tomaten in Stücken/ Tomatenwürfel , gewürzt (Dose)
  • Tomatenmark (Dose)
  • 1 EL italienisches Gewürz ( „italian garlic bread seasonig“)
  • 1 TL Knoblauch , gemahlen
  • 1 TL Salz
  • 1 TL rote Paprika, Chili
  • 2 Gläser Wasser
  • Spinat
  • Gefriergemüse
  • Hefeflocken
  • Basilikum

Die ungefähren Mengen kann man anhand des Videos ganz gut schätzen. Außerdem kann man das Rezept  sicher dem eigenen Geschmack anpassen.

Ich habe versucht, der Zutatenliste treu zu bleiben, habe aber Spinat und das „italian garlic bread seasonig“ = italienisches Knoblauchbrot Gewürz?? weggelassen, da ich das nicht im Supermarkt finden konnte (vielleicht weiß jemand, was genau damit gemeint ist und wo es erhältlich ist?). Als Gefriergemüse habe ich Kaisergemüse gekahefeflockenuft, würde aber beim nächsten Mal eine vielfältigere Mischung nehmen. Zum ersten Mal habe ich Hefeflocken gekauft. Diese gibt es, wie ich erfahren habe, nicht überall, sondern in Bioländen und Reformhäusern und in Supermärkten, in denen es Bereiche mit vegetarischen und veganen Produkten gibt. Diese hier habe ich für 4,29 €  von einem Tegut gekauft (kennt jemand günstigere Sorten und Läden?). Zum Geschmack kann nicht nicht viel sagen, da ich für die Pasta gestern Abend wenig verwendet habe, aber ich werde in Zukunft öfter damit experimentieren (sei es auch nur, um mein Geld nicht verschwendet zu haben :D)

Ich möhte weitere vegane Rezepte ausprobieren und bin mir ziemlich sicher, dass ich dadurch viele weitere mir vorher unbekannte oder ungewohnte Zutaten benutzen werde. Durch die neue aufregende Vielfalt könnte ich vielleicht sogar mit der Küche Frieden schließen, sollte aber auch darauf achten, dass dieser Frieden nicht zu einer Verfeindung mit meinem Geldbeutel führt. 😀

Dieses einfache Rezept ist auf jeden Fall eine schnelle würzige vegane Pasta-Alternative und auch ich als weniger talentierte Köchin habe daraus etwas Essbares zaubern können, das ich gerne wieder essen würde. 🙂

mvp

Vegan im Fastenmonat Ramadan

Vor genau einer Woche hat der Fastenmonat Ramadan begonnen. Da picIMG_8864ich mich gerade inmitten meiner Vegan Challenge befinde, habe ich entschieden, mich auch  während dem Ramadan so gut es geht vegan und notfalls vegetarisch zu ernähren.
Bevor ich nun zu den möglichen Vor- und Nachteilen des veganen Ramadan komme, möchte ich kurz erläutern wofür der Ramadan steht (kann bei Desinteresse übersprungen werden).

Fasten? Was heißt das konkret?

Äußerlich betrachtet darf man von Beginn der Morgendämmerung bis Sonnenuntergang  nicht essen, trinken oder Geschlechtsverkehr haben. Die innere und viel tiefere Dimension ist aber die, dass man  versucht, sich von Ablenkungen loszulösen und  Gott näher zu kommen. Man liest den Koran, verrichtet Gebete und achtet besonders darauf, sich von Sünden fernzuhalten und Gutes zu tun.  Kurz vor Morgendämmerung steht man auf , isst und trinkt etwas. Nach Sonnenuntergang bricht man gemeinsam mit der Familie das Fasten. Außerdem lädt man oft Freunde und Verwandte zum Fastenbrechen ein. Das Miteinander und Nächstenliebe spielen hier also auch eine besondere Rolle.

Falls ihr noch viele Fragen habt, hier wurden einige davon beantwortet:
http://www.al-sakina.de/inhalt/bibliothek/fasten/fasten.html

Ein sehr schöner Blog-Beitrag zu der inneren Dimension des Ramadan:
Alle Jahre wieder

Ein Fehler, den leider viele beim Fastenbrechen machen, ist, dass sie sich vollstopfen 😀 .
Ich möchte natürlich nicht behaupten, dass ich perfekt bin und nie zu viel esse (und sogar wenn man nicht fastet, stopft man sich oft unnötig voll),  aber um das zu verhindern ist es sicher hilfreich das Fasten als Gottesdienst zu verinnerlichen und sich nicht auf die äußere Dimension zu beschränken. 🙂

Außerdem soll man auch nicht zu viel essen, sondern leichte Mahlzeiten zu sich nehmen. Auch im Allgemeinen wurde vom Propheten Muhammed (sav) geraten, dass man seinen Magen mit einem Drittel Essen, einem Drittel Flüssigkeit füllen soll und den letzten Drittel leer lassen sollte, also nicht essen sollte, bis man voll ist.

Vegane Ernährung

Wie schon vorher berichtet, fällt es mir gar nicht so schwer, mich vegan zu ernähren, wenn ich alleine bin. Das größte Hindernis bin wohl ich selbst, denn ich bin etwas faul und bin keine talentierte Köchin. Aber das würde für den Ramadan bedeuten, dass ich verhungern muss 😀 . Deswegen habe ich auch diese Challenge akzeptiert und werde in nächster Zeit ein paar Rezepte ausprobieren. Die vegane Küche  ist so unerwartet vielfältig, dass mir das vielleicht auch Spaß machen könnte. Ich muss nur noch mit den ungewöhnlichen Zutatenlisten zurechtkommen. 🙂

Aber wie gesagt, auch das Miteinander ist im Ramadan sehr wichtig und wir werden oft zu Freunden und Verwandten eingeladen, wenn ich bei meiner Familie bin. Alle geben sich natürlich besonders viel Mühe und bereiten ihren Gästen ein schönes Menü vor. Deswegen wäre es unhöflich von mir, das Essen abzulehnen, wenn es kein veganes Gericht enthält. Außerdem weiß niemand, dass ich mich vegan ernähren will. Deswegen werde ich  bei anderen wahrscheinlich  oft vegetarisch essen.

Am 6.06.2016 hat der diesjährige Ramadan begonnen und in meiner ersten Woche habe ich mich noch nicht getraut, mit veganen Rezepten zu experimentieren. Deswegen habe ich aus mir bekannten vegetarischen Gerichten vegane Gerichte gemacht und mir bei meiner Familie das rausgepickt, was vegan war. Hier ein paar meiner Menüs aus der vergangenen Woche:

Mein veganes Sahur/Suhur (Essen vor der Morgendämmerung)
Ich habe mir vor kurzem tatsächlich veganen Käse gekauft, obwohl ich davor anfangs etwas Scheu hatte. Aber der mediterrane Scheibenkäse von Bedda war  ein spontaner und sehr guter Fang *-picIMG_8872*Außerdem esse ich seit meiner Vegan Challenge Marmelade (zuletzt als Kind gegessen. Ich vermute, dass dahinter ein verborgenes Marmelade-Trauma liegt, zu dem ich gerade keinen Zugang habe). Mein Favorit ist Himbeermarmelade.
Es ist wirklich schön zu sehen, wie bereichernd es sein kann, wenn man mal etwas Neues ausprobiert. ❤
(Die runden Dinger auf dem Käse sind meine Falafel-Fails vom Vorabend)

Vegane Mini-Pizzen für das einsame FastenbrechenpicIMG_8918
Ich gestehe, dass ich die Mozarella und besonders den Käse sehr vermisst habe. Die vegane Käsealternative (Wilmesburger Pizzaschmelz) hätte ich fast gekauft, war mir aber dann mit über 3 Euro im Vergleich zum „normalen“ Käse doch zu teuer.

Veganes made by MutterpicIMG_8925
Gestern Abend bei unserem gemeinsamen Fastenbrechen: Das Fasten bricht man traditionell mit einer Dattel, danach habe ich gefüllte Weinblätter, Bulgur mit Zwiebeln und Tomaten und Salat gegessen. Und abschließend natürlich Wassermelone *-*

 

Vorteile des veganen Ramadan:

  • Auch wenn ich wollte kann ich mich nicht mit allem vollstopfen und islamisch betrachtet soll man das auch nicht. Das heißt, mich vegan zu ernähren unterstützt auch indirekt die islamischen Essregeln.
  • Außerdem fördert die vegane Ernährung ein gesundes Fastenbrechen. Beachten muss ich hier nur, dass ich nach dem Essen auf Süßkram so gut es geht verzichte^^
  • Was ich bisher noch nicht erwähnt habe: Durch das Beschäftigen mit Tierrechten habe ich auch gemerkt, dass Halal-Fleisch heutzutage eigentlich kaum noch „halal“ ist und somit hat die vegane Sichtweise mir auch in dieser Hinsicht die Augen geöffnet ❤
  • Man soll im Ramadan Gutes tun und das Leid der Tiere nicht zu unterstützen zählt natürlich auch dazu

Dieser Beitrag war jetzt etwas „religionlastig“, aber da dies zu meinem Alltag gehört und ich die nächsten Wochen weiterhin fasten werde, hielt ich diese Vorabinformationen für nötig. Und vielleicht gibt es unter euch neugierige Leser*innen, die jetzt etwas Neues lernen konnten. 🙂

Demnächst möchte ich den großen Schritt in die vegane Küche wagen und eines der zahlreichen Rezepte, die ich im Internet gesehen habe, ausprobieren. Wenn es kein Fail wird, zeige ich euch gerne das Resultat. 😀

Bis bald ❤

 

Verführerische Anweisungen

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Meine Vegan Challenge läuft einigermaßen gut, aber es lauern allerlei Gefahren (durch Mitmenschen, Supermärkte, Hunger, ..), die meine Aufmerksamkeit auf die verbotene Kost lenken…Gerade eben versuchte sogar eine Python-Übung mich zu verführen. …(Und sieht dieses grüne Häkchen oben rechts nicht aus wie ein Vegan-Siegel?!) 😛

Schweine, die Schwein haben.

Ich lese immer wieder Artikel über den Umgang mit „Nutztieren“ und die schlimmen Bedingungen, unter denen sie leben müssen. Am meisten habe ich Mitleid mit Schweinen, da sie nur  für die Fleischindustrie „produziert“ werden und ihnen keinerlei Entfaltungsmöglichkeiten geboten werden, obwohl sie sogar schlauer als Hunde und durchschnittliche dreijährige Kinder sind. Erst seit ich mich mit diesen Themen beschäftige weiß ich, was eigentlich hinter dem „Fleisch“ steckt, nämlich ein sehr interessantes aufgewecktes Lebewesen!
Mehr Infos:
Fähigkeiten: http://www.peta.de/schweine
Schweinezucht: http://www.peta.de/schweineleben-in-deutschland#.V1d4O7iLTIU

Ich habe noch nie Schweinefleisch gegessen, weil ich als Muslimin kein Schweinefleisch essen „darf“(„darf“ in Anführungszeichen, da ich oft gefragt werde ob ich etwas als Muslimin „darf“, obwohl es darum geht, dass ich etwas machen oder unterlassen „will“, auch Muslime können sich frei für oder gegen eine religiöse Lebensweise entscheiden und somit eigentlich essen, was sie wollen).
Das Leben der Kühe, Hühner, usw. macht dieser Umstand natürlich auch nicht besser, aber mir ist eingefallen, dass es türkische Karikaturen mit Schweinen gab, die ich witzig fand (obwohl das vielleicht nicht ganz angebracht ist?). In diesen Karikaturen geht es um Begegnungen zwischen Schweinen und Muslimen. Eine dieser Karikaturen möchte ich mit euch teilen. Eine ungefähre Übersetzungen steht neben dem Bild.
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Wolf: ,,Salam alaikum Freunde.“
Schwein: ,,Oh, Glück gehabt, er ist Muslim…“

Zwar finde ich solche Karikaturen immer noch etwas witzig (soll ja auch witzig sein), aber ich freue mich auch für die Schweine, die verschont werden. 🙂

Natürlich kann man sich diese Karikatur auch beispielsweise mit Schafen, Kühen und Hühnern wünschen, aber umgekehrt betrachtet leidet wenigstens eines dieser typischen „Nutztiere“ nicht unter dem Fleischkonsum von religiösen Muslimen (und auch religiösen Juden).

Tag 16: Nobody is perfect

Der anfängliche Optimismus und mein Alles-oder-Nichts-Denken werden langsam durch ein nachsichtiges „vegan bei jeder Gelegenheit“ ersetzt. Zwar finde ich das nicht gut, aber ich habe das Gefühl, dass ich sonst auf zwanghaft perfektionistische Weise auf jedes kleinste Detail in jeder Zutatenliste achten muss.

Alleine in meiner 1-Zimmer-Studentenwohnung ist die vegane Ernährung kein Problem, auch wenn es anstrengend ist jede Zutatenliste zu kontrollieren. Um Frustrationen vorzubeugen hat es sich für mich als hilfreich erwiesen, vor dem Einkauf mir klar zu machen, was genau ich kaufen will und kann. Sonst bleibe ich im Supermarkt an vielen Regalen stehen und muss frustriert feststellen, dass viele Produkte, die ich früher gerne gekauft habe, Inhalte haben, die nicht vegan sind.

Ganz schwierig finde ich es mich bei meiner Familie vegan zu ernähren. Ich bin seit fast einer Woche bei ihnen und bin veganofroh (mein Wort für: froh, dass ich es leichter haben werde, mich vegan zu ernähren), dass ich die nächsten 3 Tage in meiner Studentenwohnung verbringen werde. Denn hier fällt mir nicht nur die vegane, sondern auch die vegetarische Ernährung manchmal schwer. Gestern gab es u.a. gebratene Wurst  zum Frühstück und ich hatte sowas von keinen Bock auf die veganen Alternativen auf dem Tisch, sodass ich es gerade noch geschafft habe, auf die vegetarische und ungesunde Schokolade umzuweichen. Einpaar Tage zuvor hat nicht einmal das geklappt. Ich war (mental und materiell unvorbereitet) auf einer Grillparty und habe (mit schlechtem Gewissen) Fleisch gegessen. Scheinbar ist Fleisch essen doch eine alte Gewohnheit, die nicht so leicht zu unterschätzen ist.

Durch diese Erfahrungen denke ich, dass ich mich in Zukunft vielleicht nicht 100% vegan ernähren werde. Denn ich müsste, vor allem wenn ich bei anderen esse, auf jede Einzelheit achten, beispielsweise dass die Kräutermischung des Salats keinen Milchzucker enthält oder dass beim Kochen kein Butter verwendet wurde. Diese ständige Kontrolle und Achtsamkeit finde ich nicht falsch, aber anstrengend und frustrierend.

Trotzdem möchte ich mich weiterhin so gut es geht vegan ernähren, was mir alleine auch gut gelingt. Aber bei meiner Familie versuche ich nicht mehr jedes kleinste Detail zu kontrollieren, denn ich habe das Gefühl, dass ich damit für mein Gewissen und meine Gesundheit zwar etwas Gutes tue, aber meiner Psyche schade. Natürlich möchte ich weiterhin auf öffensichtlich  nicht vegane Lebensmittel wie Milch und Käse verzichten und möglichst selbst kochen, aber bei dem was andere kochen unterlasse ich die zwanghafte Suche nach unveganen Überraschungen in vegan wirkenden Lebensmitteln.

Wie geht ihr mit solchen Situationen um? Was macht ihr, wenn ihr zu Besuch bei Familie und Freunden seid und auf eine vegane Ernährung achten wollt? Ich würde mich über Meinungen und Tipps von Veganer*innen sehr freuen! 🙂

eine vegane Alternative: etsiz Cigköfte

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Nach meinen ersten Rückfällen habe ich mich entschlossen, erst die Küche meiner Eltern zu betreten, wenn ich genau weiß was ich essen kann und will.^^
Glücklicherweise haben wir Zuhause ein veganes türkisches Gericht: ETSIZ (= „ohne Fleisch“) CIGKÖFTE ❤ (gekauft), den ich mir zusammen mit Salat und Oliven zugerichtet habe. Von cigköfte, was übersetzt rohes (çiğ=roh) Köfte bedeutet, gibt es-wie man sich schon denken kann- auch eine Variante mit Fleisch, da Köfte im Allgemeinen Fleisch enthält. Aber die Variante ohne Fleisch sollte man nicht nur als eine Alternative für Veganer oder Vegetarier sehen. Sie wird genauso gerne von  Fleischessern gegessen. 🙂

Kaufen kann man etsiz cig köfte in vielen deutschen Städten, in Läden wie:

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Rezepte für cigköfte gibt es auf Chefkoch (http://www.chefkoch.de/rezepte/1876731305122422/Cig-Koefte.html) und anderen Seiten. Außerdem gibt es Fertigmischungen, die man beispielsweise in türkischen Supermärkten kaufen kann.
Ich bin zwar keine gute Köchin, aber ich möchte dieses Gericht mal selbst zubereiten und werde mich dafür von einem Cigköfte-Profi beraten lassen. 😀 Wenn ich Erfolg haben sollte, stelle ich euch mein Rezept gerne zur Verfügung.

 

Tag 5: Gebäck der Erkenntnis

 

Gback

„Von allem veganen Gebäck darfst du essen, doch vom Gebäck der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen, denn sobald du davon isst, wirst du … ???“

..noch mehr Verbotenes essen. -.-

Ich bin erst seit einem Tag bei meiner Familie und schon habe ich  einen Rückfall. 😀

Alle haben mir geraten von diesem Gebäck zu essen. Gestern Abend hatte ich keine Lust drauf und konnte mich beherrschen, aber heute als mir meine Mutter eins gegeben hat, habe ich dann doch ein halbes Stück probiert. Schmeckt, enthält aber vermutlich Milch oder Ei? Ich werde mich noch bei der „Bäckerin“ erkundigen. Falls das Gebäck doch vegan ist, backe ich es gerne nach. ❤
Ja…. nachdem ich davon probiert habe, habe ich auch noch von einer unveganen Schokocreme gegessen, die ich selbst vor zwei Wochen bestellt hatte.
Dumm gelaufen. Aber ich tue so als sei nichts passiert, breche meine Challenge nicht ab und verlängere sie einfach um einen Tag. Ich muss nur darauf achten, dass es nicht so weit kommt, dass ich irgendwann meine ganze Challenge verschiebe. 😀

Hier noch ein schöner Reminder von Chibird ❤ . Dieser erinnert mich daran, dass ich mich nicht nur vegan, sondern auch gesund ernähren sollte.^^

mot

Kahvaltı: For The Love of Tea – Turkish Breakfast

Das habe ich gebraucht ❤

The Vegan Foodophile

The word for ‘breakfast’ in Turkish is ‘kahvalti’ which literally means ‘before coffee’. At a Turkish breakfast table it would be a rather unusual sight to see a Turk drinking coffee. Before coming to Turkey most of my mornings started with a soy latte, but not anymore, partly cause it’s very hard to find a soy latte in Istanbul, let alone a good one and secondly cause I don’t want to look like a weird yabanci (foreigner) drinking coffee with my breakfast. In Turkey it’s tea baby, tea all the way and I’ve got to say I’m hooked. At first I didn’t get how they could drink so much tea in a day. But I get it now. There’s an advertisement on TV which says ‘Çay love you’, ‘çay’ being the Turkish word for ‘tea’ and I’ve got to say çay love you. Just to clarify, when I refer to…

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Tag 3: Böse Vorahnungen

Es sind erst 3 Tage vergangen und ich weiß nicht was ich sagen soll. Ich glaube auch nicht, dass es nötig sein wird jeden Tag mein Menü vorzustellen. Aber ich würde gerne mal ein Rezept reinstellen, wenn mir das Kochen gelingt und es genießbar aussieht. 😀

In meinem Alltag bin ich in diesen Tagen mehr oder weniger zurechtgekommen, aber der Prozess des Umdenkens entwickelt sich so schnell  und hat bei mir – und sicher auch bei ein paar anderen- so plötzlich angefangen (durch das Anschauen einer Doku), dass ich mir eingestehen muss, dass mir das fast zu schnell geht und auch etwas Angst macht.
Und damit meine ich nicht die Angst davor, Lebensmittel die ich gerne esse, nicht mehr essen zu können (Tag 1) oder bestimmte Kleidung nicht tragen zu können.
Diese Angst bezieht sich auf die folgende Frage: Was würde es für mich bedeuten, wenn ich nach der Challenge oder auch schon nach 2-3 weiteren Tagen auf eine vegane Lebensweise verzichten würde?
Wie könnte ich das für mich selbst begründen? Ich beschäftige mich erst seit 3-4 Tagen mit dem Thema Tierschutz und Fleischindustrie und finde keinen einzigen guten Grund,  meine bisherige Ernährungsweise zu rechtfertigen.
Jetzt verstehe ich, wieso manche Menschen keine Videos von den schlechten Lebensbedingungen oder von den Zuständen in Schlachthöfen sehen wollen. Es macht uns ein ziemlich schlechtes Gewissen und das erschwert das Wegschauen. Wenn ich diese Doku nicht angeschaut hätte, hätte ich guten Gewissens Billigmilch gekauft oder im Dönerladen um die Ecke einen Kebab gegessen. Ein Gedanke, der mir heute kam, war: „Da hast du dir aber was eingebrockt!“ . 😀 ..Obwohl es natürlich richtig war, mich mit diesen Themen zu beschäftigen.
Gerade durch diese Gedanken merke ich aber auch, wie wichtig es ist, sich keinen Druck zu machen und nicht perfektionistisch zu sein. Wenn ich mich gegen ein veganes Leben entscheiden sollte, wäre mir wenigstens bewusst, dass ich etwas Falsches tue! Außerdem würde das nicht bedeuten, dass ich es nicht wieder versuche. 🙂

original

Außerdem beschäftigt mich immer mehr die Tatsache, dass es beim Veganismus nicht nur um Ernährung, sondern um eine Einstellung geht, die viele Lebensbereiche betrifft und dass wahrscheinlich die Umstellung vor allem im sozialen Bereich zu Problemen führen kann. Aber dieses Thema ist so breit, dass ich mich nochmal näher damit befassen sollte ODER vielleicht lieber nicht. Denn mir mit 3 Tagen veganer Ernährung schon auszumalen welch dunkle Zukunft mich erwarten könnte, würde der Sache wohl nicht dienen. 🙂